E-Mail-Kommunikation innerhalb der Gruppe

Auch E-Mail-Adressen sind personenbezogene Daten und unterliegen damit dem Datenschutz. Bei E-Mails, die an alle Teilnehmenden der Gruppe gehen, gilt, dass die E-Mail-Adressen nur ins cc-Feld gesetzt werden dürfen, wenn die betroffenen Personen dazu ihr Einverständnis gegeben haben. Wurde dazu kein Einverständnis gegeben, müssen die Adressen in das Feld „bcc“ gesetzt werden. (Dieses befindet sich in E-Mail-Programmen in der Regel unterhalb des „cc“-Feldes.)

Bei E-Mails, die an einen größeren Kreis von Empfänger*innen gehen (also über die Teilnehmenden der Gruppe hinaus) sollten Adressen grundsätzlich nicht in das „cc“-, sondern in das „bcc“-Feld gesetzt werden.
Sammlungen personenbezogener Daten wie zum Beispiel Teilnehmer*innenlisten sollten nicht (unverschlüsselt) per E-Mail verschickt werden. In diesem Fall ist es besser, das Dokument zu verschlüsseln und den „Schlüssel“ in einer separaten E-Mail zu versenden.
Für die Kommunikation im Zusammenhang mit der Selbsthilfegruppe sollten zudem keine E-Mail-Dienstleister ausgewählt werden, die E-Mail-Inhalte und die Metadaten der E-Mail auslesen wie dies unter anderem bei Google und Yahoo der Fall ist.

E-Mail-Kommunikation mit interessierten Personen

Bei Anfragen von Interessierten, die an die Gruppe per unverschlüsselter E-Mail herangetragen werden, kann auch per unverschlüsselter E-Mail geantwortet werden.

Wenn in einer E-Mail sensible Informationen benannt sind, empfiehlt es sich, den Text der Original-E-Mail nicht noch einmal zusammen mit der Antwort mit zu verschicken. In der Regel bleibt der Text der ursprünglichen E-Mail erhalten, wenn auf „Antworten“ geklickt wird. In diesem Fall ist es besser, den Text der Anfrage in der Antwort-E-Mail zu löschen beziehungsweise eine neue E-Mail zu erstellen.

Wenn viele Anfragen von Interessierten per E-Mail an eine Selbsthilfegruppe oder den*die Gruppensprecher*in gestellt werden, empfiehlt sich das Einrichten einer speziellen E-Mail-Adresse für die Gruppe (etwa info@gruppe-xy.de oder gruppensprecherin@gruppe-xy.de oder susanne@gruppe-xy.de).
Wie im vorhergehenden Abschnitt erläutert, sollten dabei keine E-Mail-Dienstleister genutzt werden, die E-Mails auslesen.

Kommunikation über WhatsApp

Die Teilnehmenden von Selbsthilfegruppen sollten nicht über WhatsApp miteinander kommunizieren.
Denn um WhatsApp verwenden zu können, muss der Zugriff auf das Adressbuch des eigenen Telefons gewährt werden. Ein Schutz der dort gespeicherten Daten ist damit nicht möglich (siehe Kapitel „Digitale Treffen“)