Anmeldung und Name des Internetauftritts

Wählen Sie einen aussagekräftigen Namen für Ihren Internetauftritt – also eine aussagekräftige URL-Adresse. Der Name darf nicht die Rechte anderer Personen oder Unternehmen verletzen. Und es lässt sich auch nur eine URL wählen, die nicht bereits an jemanden anders vergeben ist.

Sinnvoll ist es, wenn der Name der Internetseite (die URL-Adresse) einen Bezug zum Namen und / oder Thema Ihrer Gruppe hat (zum Beispiel www.xy-syndrom-gruppe).

Auf der Internetseite vom Deutsches Network Information Center www.denic.de können Sie prüfen, ob die gewünschte URL noch zur Verfügung steht.

Die Adresse muss angemeldet werden. Häufig übernehmen die Firmen, die Internetauftritte für Sie realisieren (der „Hoster“ oder „Provider“), diese Anmeldung für Sie.

Barrierefreiheit

Angebote im Internet müssen nach dem Behindertengleichstellungsgesetz auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich sein (insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Sehleistung). In diesem Zusammenhang wird von einem „barrierefreien Internet“ gesprochen.

Barrierefrei bedeutet, dass eine Internetseite prinzipiell für jede*n Benutzer*in lesbar und bedienbar ist. Dies betrifft sowohl technische als auch inhaltliche Aspekte. Für Sehbehinderte ist es beispielsweise wichtig, dass die Inhalte von Internetseiten vollständig ausgelesen werden können. Die Textgröße sollte veränderbar sein. Fotos und Grafiken sollten mit erklärenden Texten hinterlegt sein.

Eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Internetseiten richtig ausgelesen werden können, ist, dass der Quellcode der Internetseite gut strukturiert ist. So muss zum Beispiel darauf geachtet werden, dass Überschriften korrekt definiert sind (auf Überschriftart 1 folgt Überschriftart 2 folgt Überschriftart 3 …). Die Texte, mit denen Fotos und Grafiken hinterlegt sind (sogenannter Alternativtext), sollten präzise und aussagekräftig sein.

Andere körperliche oder geistige Einschränkungen erfordern andere Maßnahmen. Dazu gehören zum Beispiel alternative Steuerungsmöglichkeiten zur Maus und Texte in sogenannter „leichter“ Sprache“.

Informationen finden Sie unter:

 

Lohnenswert ist auch die Richtlinie WCAG 2.0 https://www.w3.org/Translations/WCAG20-de. In ihr werden technische und inhaltliche Aspekte beschrieben, die geprüft werden sollten.

Hinweis: Aktion Mensch hat ein Förderprogramm aufgelegt, das finanzielle Mittel für die Umstellung auf barrierefreie Internetauftritte bereit stellt. Informationen dazu bei Aktion Mensch.

„Hoster“-Wahl

Internetseiten liegen auf Servern. Von dort aus werden sie auf den Endgeräten der Nutzer*innen hochgeladen. In der Regel haben Anbieter von Internetauftritten keinen eigenen Server, sondern kaufen Serverplatz bei einem sogenannten „Hoster“.

Achten Sie bei der Auswahl eines entsprechenden Anbieters darauf, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt: Der Server sollte in Deutschland stehen. Der Anbieter sollte Ihnen gegenüber erklären können, welche Maßnahmen er unternimmt, um die hinterlegten Daten zu sichern. Der Anbieter sollte außerdem zusichern können, dass das „Hosten“ Ihres Internetauftritts nicht mit einem Tracking der Seitennutzer*innen einhergeht.

Nehmen Sie Abstand von vermeintlich kostenfreien „Hosting“-Angeboten. In der Regel werden bei solchen Angeboten die Daten der Nutzer*innen Ihres Internetauftritts abgeschöpft (siehe ➔ BASISWISSEN Tracking).

Wenn auf Ihrem Internetauftritt personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, müssen Sie sich gemäß der seit dem 25. Mai 2018 verbindlich anzuwendenden neuen Datenschutzgrundverordnung absichern, dass auch von Ihnen beauftragte Dienstleister der Datenschutzgrundverordnung folgen. Dafür müssen Sie mit Dienstleistern eine Vereinbarung zur „Auftragsverarbeitung“ abschließen.

Optimierung für verschiedene Browser und Endgeräte

Der Internetauftritt sollte so programmiert sein, dass er in allen häufig genutzten Browsern gut dargestellt wird.
Bei der Programmierung sollte außerdem darauf geachtet werden, dass sich der Internetauftritt an verschiedene Ausgabegeräte anpasst. So sollte die Internetseite nicht nur auf die Bildschirmgröße eines Computers ausgerichtet sein, sondern sich auch kleineren Bildschirmen (Tablets, Smartphones …) anpassen. Dies wird mit dem Begriff „Responsives Webdesign“ bezeichnet.

Suchmaschinenoptimierung

Programmieren und gestalten Sie ihren Internetauftritt so, dass er von Suchmaschinen gut gefunden wird. Dazu sollten Sie folgendes beachten:

Der Name der Internetseite (die URL-Adresse) sollte im Idealfall schon einen Bezug zum Thema Ihrer Gruppe haben (zum Beispiel www.xy-syndrom-gruppe).

Wichtige Begriffe und Themen (also Begriffe / Themen, zu denen der Internetauftritt gefunden werden soll) sollten auf Ihrem Internetauftritt Erwähnung finden – vor allem auch in Überschriften und in den Namen von Unterseiten.

Technische Umsetzung

Wer übernimmt die Programmierung für uns?

Wenn Sie einen Internetauftritt für Ihre Selbsthilfevereinigung aufbauen wollen, empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einer*m professionellen Webdesigner*in.

Sollten in Ihrer Selbsthilfevereinigung oder in Ihrem Familien- oder Bekanntenkreis Personen mit entsprechender Erfahrung und Kenntnissen in einem gängigen Redaktionssystem existieren, können diese gegebenenfalls den Aufbau der Internetseite übernehmen.

Daneben gibt es auch Baukastensysteme für den Aufbau von Internetseiten. Zum Teil ist das hinter diesen Angeboten liegende Geschäftsmodell eines, das sich über eingeblendete Werbung finanziert und das die Daten der Besucher*innen Ihrer Internetseite erhebt und auswertet (Tracking). Achten Sie bei Baukastensystemen daher immer darauf, dass Sie bei diesen die Entscheidungsgewalt haben: Darüber dass keine Werbung geschaltet werden muss, darüber dass kein Tracking der Seitenbesucher*innen stattfindet und darüber dass der Internetauftritt auf einem Server in Deutschland liegt.

Siehe auch:
➔ BASISWISSEN Tracking