Eine digitale Selbsthilfe-Community ist ein großer, freiwilliger Zusammenschluss von Menschen in einem internetbasierten Interaktionsraum, die selbst oder als Angehörige von Krankheit, Behinderung oder herausfordernden Lebenssituationen betroffen sind. Im Zentrum steht der Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern, aber auch der Wunsch Informationen zu erhalten, sich gegenseitig zu stützen und Solidarität herzustellen.
Die Anzahl der Community-Mitglieder geht weit über die gängige Gruppengröße einer Selbsthilfegruppe hinaus. Damit ist ein persönliches Kennen aller anderen Personen nicht möglich.
Der Austausch innerhalb der Community erfolgt beispielsweise in Form einer Gruppe in einem sozialen Netzwerk, in einem Selbsthilfe-Internetforum oder per Messenger-Dienst. Die Kommunikation findet in der Regel schriftlich und zeitversetzt sowie eher unregelmäßig statt. Ergänzende verbale (digitale) Austauschformate wie Videokonferenzen sind möglich.
Der Kontakt miteinander und das Lesen von Informationen ist über den internetbasierten Interaktionsraum in der Regel rund um die Uhr möglich.
Die Interaktion der Mitglieder ist unterschiedlich: aktive Mitglieder verfassen regelmäßig Beiträge, passive Mitglieder lesen sie in der Regel nur.